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Vorsicht vor teuren Roaming-Tarifen

Zürich, 27.06.2022

Fürs unbeschwerte Surfen und Telefonieren in den Ferien sollten die Roaming-Kosten vorab genau berechnet werden. Der PCtipp vergleicht die Tarife der Schweizer Provider.

Warum in den Ferien auf etwas verzichten, was sonst zum täglichen Brot gehört? Gemeint ist das Telefonieren und das Surfen. Doch Vorsicht: Bereits ein zehnminütiges Telefongespräch nach Übersee oder der Download eines fünfminütigen 4K-Videos kann richtig teuer werden, und zwar genau dann, wenn Sie aus Ihrem amerikanischen oder asiatischen Ferienparadies in die Schweiz anrufen und im Vorfeld nicht Sorge getragen haben, mit einer Sprachoption oder einem Datenpaket günstiger zu telefonieren respektive zu surfen.  

 

Je nachdem, bei welchem Provider Sie sind, kann das Gespräch mehrere Hundert Franken kosten. Zwei Beispiele, die zeigen, wie teuer es werden kann: Yallo verlangt 4 Franken pro Minute für ein Telefonat von Thailand in die Schweiz, bei Aldi Suisse müssen Benutzer mit Fr. 3.70 nicht viel weniger berappen.    

Neue Regelung

Seit dem 1. Januar 2021 gilt in der Schweiz das revidierte Fernmeldegesetz als Grundlage für die Regulierung der Roaming-Dienste: Neu muss der Roaming-Verbrauch sekunden- bzw. kilobytegenau abgerechnet werden. Ferner ist bei Vertragsabschluss eine Kostenlimite für das Roaming festzulegen, die vom Anwender jederzeit angepasst werden kann. Genauso wichtig sind die Gesetzesvorgaben, dass das Guthaben einer gekauften Roaming-Option während zwölf Monaten nicht verfallen darf, der Startzeitpunkt einer Roaming-Option frei gewählt werden kann und dass der Zugang zu Roaming-Diensten in Flugzeugen und auf Schiffen standardmässig gesperrt ist.

Kurzum: All diese Regeln zielen zwar auf einen besseren Schutz vor horrenden Roaming-Gebühren, dennoch ist das längst kein Freifahrtschein. Der beste Schutz ist und bleibt, sich vor dem Ferienantritt konsequent gegen sündhaft teure Standardtarife fürs Telefonieren und Surfen mit entsprechenden Daten- und Telefonpaketen abzusichern. Der PCtipp hat die Roaming-Angebote fürs Telefonieren und Surfen der Schweizer Mobilfunkanbieter miteinander verglichen.

Preise sinken nur langsam

Auch 2022 spüren Provider den anhaltenden Preisdruck, geben aber günstigere Abos mit Roaming-Optionen leider immer noch nur in kleinen Dosen an ihre Kundinnen und Kunden weiter. Besonders genau hinschauen sollten Sie beim Kauf eines Roaming-Zusatzpakets. Nach wie vor sind diese die lukrativste Einnahmequelle der Provider. Doch wer in den Ferien auf die Roaming-Angebote seines Providers verzichtet, riskiert eine horrende Rechnung.

Aus Sicht des Anwenders ist die Auswahl gross: Die klassischen Provider wie Swisscom, Sunrise und Salt bieten eine riesige Palette an Abos bezüglich Telefonie und Datenpaketen. Dabei lassen sich individuelle und preiswerte Angebote zusammenstellen. Allerdings sind die vielen Möglichkeiten besonders für weniger technikversierte Personen oft nur schwer zu durchschauen. Demgegenüber stehen die Angebote von Coop Mobile, M-Budget und Aldi Suisse Mobile. Sie sind schlanker und, wenn gewisse Abstriche punkto Volumen und Variabilität beim Telefonieren und Surfen in Kauf genommen werden, weniger teuer.

Die dritte Wahlmöglichkeit bieten Provider wie Wingo und Yallo an. Ihre Pauschalangebote sind überschaubar, richten sich aber in erster Linie an junge Leute, die keinen persönlichen Support benötigen und alles online erledigen. Ihr Pluspunkt: Sie greifen auf die Netze der grossen Telko-Provider zurück, sind aber günstiger.

Den vollständigen Artikel finden Sie im PCtipp 7/2022, der ab dem 24. Juni am Kiosk erhältlich ist. Abonnentinnen und Abonnenten lesen digital via pctipp.ch sowie per E-Paper-App (Android und iOS). Für den Kauf von Einzelausgaben wenden Sie sich bitte an marketing@nmgz.ch.